Willkommen im Verein Bogenschützen beider Basel

Dein Interesse am Bogenschiessen freut uns sehr und wir heissen dich herzlich willkommen. Wir sind aktuell 74 Aktiv-Mitglieder, welche die Faszination Bogenschiessen mit Recurvebögen als Familien-, Hobby oder Leistungssport betreiben. Unsere Mitglieder geniessen eine intensive Unterstützung und Förderung durch unsere Trainer:innen. 

Aktuelles

Brigitte Scholer gewinnt Bronze an der Field-Schweizermeisterschaft 2026

An der Fieldschweizermeisterschaft in Jussy bei Genf holte Brigitte Scholer bei ihrer ersten Teilnahme an einem offiziellen Field-Parcours gleich die Bronze Medaille in der Kategorie Recurve Master Damen. Sie startete auf den Originaldistanzen bis 60 Meter und Schätzen der Distanzen bis 55 Meter. Dies gelang ihr sehr gut und so erreichte sie bei idealen äusseren Bedingungen 215 Punkte. Von den 60 Pfeilen landeten 4 Pfeile im 6er und 11 Pfeile im 5er-Ring, das ist sehr beachtlich! Mit diesem Resultat gewann sie  nebst der  Bronze-Medaille auch noch zusätzlich als erste Field-Auszeichnung die grüne Pfeilspitze, herzliche Gratulation an Brigitte!

Simon Waldmeier erzielte auf demselben Parcours sehr gute 259 Punkte und erreichte damit bei den Master Herren den undankbaren 4. Platz, nur 2 Punkte hinter dem 3. Klassierten Vercellini.

Wir bedanken uns bei den Beiden für Ihre Teilnahme, sie haben damit unseren Verein sehr gut an der SM vertreten. Wir hoffen nächstes Jahr auch mit einem Team starten zu können!

Der Präsident:
Beat Vollennweider

Erlebnisbericht zur Schweizermeisterschaft im Field-Bogenschiessen 2026
von Brigitte Scholer

Es ist Samstag, der 12. September 2026, 14.30 Uhr. Der Bus ist fertig beladen, die Betten sind bezogen und der Tank ist voll. Das Abenteuer Schweizermeisterschaft im Field-Bogenschiessen kann beginnen! Es ist meine erste Teilnahme und ich weiss noch nicht genau, was mich alles erwartet.Ich fahre zunächst nach Lupsingen, um Simon abzuholen. Gemeinsam werden wir unseren Verein dieses Jahr an der Schweizermeisterschaft vertreten.

Simons Sachen sind schnell verstaut und schon kann es losgehen. Die Schweizermeisterschaft findet in Jussy bei Genf statt. Da die Anfahrt rund drei Stunden dauert, haben wir uns entschieden, bereits am Vortag anzureisen und das Angebot des Archeryvereins Jussy anzunehmen, auf ihrem Trainingsgelände zu campieren. Die Fahrt verläuft fast ohne Zwischenfälle. Einzig der Reifendruck muss noch einmal kontrolliert werden – danach kann es ohne weitere Probleme weitergehen. Die Fahrt ist kurzweilig und die Zeit vergeht wie im Flug. Schon sind wir in Genf, fahren am See entlang und betrachten den bekannten Jet d’eau.

Gegen 18.30 Uhr treffen wir in Jussy ein. Nach einer kurzen Sightseeingtour (oder wie man das auch nennen möchte…) durch das Dorf und einem ersten Blick auf die malerische Umgebung finden wir schliesslich den angegebenen Trainingsplatz. Dort steht bereits ein anderer Campingbus und wir stellen uns dazu. Nachdem wir den Bus platziert haben, machen wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Restaurant. Dort sitzen bereits die Besitzer des anderen Campers – ein Berner Ehepaar, das ebenfalls am Turnier teilnimmt und Simon bereits kennt. Wir verbringen gemeinsam einen gemütlichen und interessanten Abend bei gutem Essen. Anschliessend machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Trainingsplatz. Inzwischen haben sich dort zwei weitere Camper dazugesellt. Dann ist es auch schon Zeit, schlafen zu gehen, denn am nächsten Morgen heisst es früh aufstehen. Wie ich bereits erwartet hatte, schlafe ich nicht besonders gut. Als der Wecker um 6.40 Uhr klingelt, bin ich schon etwas gerädert. Gegen Morgen ist es zudem etwas frisch geworden. Trotzdem heisst es: raus aus den warmen Federn und bereitmachen für den grossen Tag!

Nach der Morgentoilette gibt es ein kurzes Frühstück. Anschliessend wird alles zusammengepackt und wir fahren zum Start der Schweizermeisterschaft beim Château du Crest. Ein wunderschön gepflegtes Schloss mit eigenem Weingut erwartet uns. Auf dem Parkplatz tummeln sich bereits zahlreiche Teilnehmer, die ihre Bögen zusammenbauen, Material bereit machen und einschiessen.

Oh mein Gott – auf was habe ich mich da bloss eingelassen?

Mein Herz beginnt nun doch etwas schneller zu schlagen. Nur nicht daran denken! Einfach konzentrieren aufs Bogenzusammenbauen, kontrollieren, ob alles richtig sitzt, Verpflegung einpacken und nochmals überprüfen, ob ich wirklich alles dabeihabe. Dann geht es vom Parkplatz zum Schloss, wo sich die Anmeldung und der Startpunkt befinden. Wir stellen uns in die Reihe und sind gespannt auf unsere Startnummern. Ob wir wohl in der gleichen Gruppe sind…? Wohl eher nicht! Nach der Bezahlung des Startgeldes erhalten wir unsere Nummern: Simon bekommt die 19A, ich die 20A. Somit sind wir – wie erwartet – nicht in derselben Gruppe, aber immerhin direkt nacheinander.

Danach geht es zur Bogenkontrolle. Bogen, Pfeile und Tabs werden kontrolliert – alles ist in bester Ordnung. Anschliessend haben wir noch kurz Zeit zum Einschiessen.

Schon bald beginnen die Gruppeneinteilungen. Ich lerne meine Gruppenmitglieder kennen: Wir sind drei Deutschschweizer und eine Walliserin, die auch Deutsch spricht, was natürlich die Verständigung vereinfacht. Wir verstehen uns auf Anhieb. Es scheint ein angenehmer Tag zu werden.

Durch die malerische Landschaft rund um das Schloss geht es zu unserer Startscheibe. Bei Scheibe 20 besprechen wir noch kurz, wer schreibt und in welcher Reihenfolge wir schiessen. Dabei stellt sich heraus, dass ich die Einzige in unserer Gruppe mit Visierung bin und deshalb als Einzige vom roten Pflock schiesst. Die anderen drei schiessen ohne Visier und haben entsprechend kürzere Distanzen. Bei unserer Scheibe darf ich dann das Turnier alleine eröffnen – was meiner Nervosität nicht gerade entgegenkommt. Meine Hand zittert zwischenzeitlich doch etwas stärker und ich frage mich erneut, was ich hier eigentlich mache?!

Unsere erste Scheibe ist ausgerechnet eine 3er-Spot-Scheibe. Nicht gerade meine Lieblingsscheibe – und dann auch noch auf 20 Meter! Uiuiui, das ist nicht einfach, ich bin aber guter Dinge! Immerhin ist die Distanz bekannt und ich muss nicht schätzen!

Pünktlich um 9.30 Uhr geht es dann los.

Mist! Bereits bei der ersten Scheibe habe ich zwei Miss Schüsse und kann nur zwei Punkte holen. Es kann also eigentlich nur noch besser werden. Auch bei den anderen in meiner Gruppe läuft der Start eher harzig. Es geht weiter. Im Verlauf habe ich einige richtig gute Passen, aber auch ein paar, die mir nicht so gut gelingen. Tja, meine Pfeile fliegen leider nicht immer dahin, wo ich sie gerne hätte!

Über Felder, Wiesen, Rebberge und durch das Schlossgelände geht es von Scheibe zu Scheibe. Bekannte und unbekannte Distanzen wechseln sich ab. In unserer Gruppe unterstützen, motivieren, helfen und beglückwünschen wir uns gegenseitig. Es ist eine gute Stimmung! Das Wetter ist traumhaft: Die Sonne scheint, aber es ist nicht zu heiss. Der Parcours ist wunderschön angelegt und abwechslungsreich. Es könnte kaum schöner sein. Auch meine Nervosität hat sich inzwischen gelegt und ich kann den Wettkampf geniessen. Der Parcours führt immer wieder am Schloss und am Startpunkt vorbei, wo man sich bei Bedarf verpflegen kann. Alles ist toporganisiert und hervorragend gekennzeichnet. Es macht richtig Spass! Das Gelände ist eher flach und es hat keine grösseren Steigungen oder Gefälle. Eine Scheibe befindet sich allerdings auf aufgestapelten Strohballen in der Höhe. Wir besprechen uns vorher noch und sind uns einig:

Ja nicht zu hoch schiessen!

Ich bin wieder als erste dran und was mache ich beim ersten Schuss…?

Natürlich schiesse ich darüber hinweg! ☹

Keine einfache Scheibe…! Zum Glück sitzen die beiden anderen Pfeile. Auch den anderen in unserer Gruppe geht es ähnlich. Auf dem Feld dahinter müssen wir insgesamt drei Pfeile suchen. Es stellt sich heraus, dass das auf einem leergeräumten Sonnenblumenfeld gar nicht so einfach ist wie gedacht. Schliesslich finden wir sogar vier Pfeile. 😊 Da wird sich sicher jemand freuen! Die Zeit vergeht sehr schnell und schon stehen wir vor der letzten Scheibe. Jetzt heisst es noch einmal, das Beste geben und einen guten Abschluss zu machen. Leider gelingt mir das nicht so ganz. Da habe ich mich bei der Distanz leider etwas sehr verschätzt. Der Pfeil fliegt über die Scheibe hinweg und zum Abschluss dürfen wir noch einmal einen meiner Pfeile suchen. Aber auch diesen finden wir. Damit schliesse ich meine erste Schweizermeisterschaft ohne Pfeilverlust ab! 😊

So, das war's – schon ist das Turnier wieder vorbei. Wir gehen zurück zum Startpunkt, füllen unsere Datenblätter fertig aus, unterschreiben und geben sie ab. Ich habe 215 Punkte erreicht. Nun ja, da ist definitiv noch Luft nach oben. Aber darum geht es heute gar nicht. Es war ein supertolles Erlebnis und hat unglaublich viel Spass gemacht. Nun heisst es warten, bis alle Teilnehmer fertig sind und die Auswertung erfolgt ist. Es scheint, wir liegen etwas vor dem Zeitplan, was uns natürlich entgegenkommt, schliesslich steht noch die dreistündige Heimreise vor uns.

Dann kommt endlich der spannende Moment der Rangverkündigung. Auf dem Tisch liegen sehr viele Medaillen bereit. Bei maximal 96 Bogenschützen könnte das ja fast für jeden eine geben! Tatsächlich gibt es sehr viele Kategorien und entsprechend auch viele Medaillen zu vergeben. Bei manchen Kategorien sind nur wenige Teilnehmer dabei. Wir müssen uns etwas gedulden, bis unsere Kategorien endlich an der Reihe sind.

Dann ist es so weit. In meiner Kategorie sind wir vier Teilnehmerinnen und ich erreiche den 3. Platz.

Bei Simon sind es zehn Teilnehmer. Ich glaube, damit ist seine Kategorie sogar diejenige mit den meisten Teilnehmern. Er erreicht den 4. Platz, und das sehr knapp: Nur zwei Punkte fehlen ihm zum 3. platzierten! Als krönender Abschluss gibt es noch einen kleinen Apéro. Neben Wein vom Gut stehen auch alkoholfreie Getränke und etwas zum Knabbern bereit.

An dieser Stelle ein Bravo an die Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer. Es war alles hervorragend organisiert und hat alles prima geklappt!

Dann wird es Zeit für die Heimfahrt. Wir verabschieden uns von unseren Bekanntschaften und machen uns um 17.00 Uhr auf den Heimweg. Die Fahrt verläuft im Grossen und Ganzen problemlos.

Zuerst wird Simon in Lupsingen abgesetzt und um 20.45 Uhr bin ich nach einem langen, ereignisreichen Tag todmüde wieder zu Hause. Ich bin froh, dass alles so gut gegangen ist und wir gesund wieder zu Hause angekommen sind. Alles in allem war es ein gelungener Anlass mit vielen tollen und unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen.

Meine erste Schweizermeisterschaft im Field-Bogenschiessen – definitiv ein Abenteuer, das ich so schnell nicht vergessen werde!

 

Wir begrüssen 11 begeisterte Neumitglieder in unserem Verein

Der Anfängerkurs 2026 ist sehr erfolgreich mit dem Abschlussschiessen zusammen mit den Aktivmitgliedern abgeschlossen worden. Der Kurs war dicht befrachtet mit viel Information, Schiesstechnik und praktischen Übungen. Trainer, Helfer und Teilnehmer waren überaus begeistert vom Kurs und die Neumitglieder konnten bereits sehr viel lernen. Der Abschluss zusammen mit den Aktiven machte allen die dabei waren, sehr viel Spass, auch wenn’s ein wenig heiss war!

Beim abschliessenden Grillplausch konnte mit Aktiven zusammen gefachsimpelt und das Gesellschaftliche gepflegt werden.

Wir freuen uns sehr über alle Teilnehmenden, die dem Verein beitreten, und wir heissen alle herzlich willkommen im Verein. Wir wünschen allen viel Spass beim Ausüben des neuen Hobby.

Nächster Schnupperkurs - mach mit!        
April 2027 

Kursdaten nächster Anfängerkurs             
Mai / Juni 2027